Montag, 12. April 2010

POLARLICHTER POLARLICHTER POLARLICHTER POLARLICHTER !!!!!

Wir sind alle außer Rand und Band!!! Heute war DIE NACHT DER NÄCHTE!!! Wir sahen Polarlichter! Und das in Massen!! Ich sah sie von 21.30 bis jetzt, 3.50uhr am morgen. 6 Stunden Spektakel am Stück!!! Endlich habe ich die Dinger mal in Farbe, funkelnd und tanzend vor mir gesehen! Genial!! ich bin immer noch voll aufgedreht und obwohl es jetzt wieder heller draussen wird bin ich nicht müde.
Schon seit gestern war die Vorhersage positiv, allerdings war in der Nacht dann noch nichts zu sehen. Aber als wir heute abend (nachdem ich seit 17uhr alle 5 minuten die Vorhersageseite aktualisiert habe) sahen, dass sich etwas anbahnen könnte, trafen wir uns um 21.45 am See und sahen schon beim Hinlaufen die ersten kleinen Polarlichter, noch in einem schlichten weiss, da die Dunkelheit noch nicht vollständig vorhanden war. Aber gegen 23uhr war es dann so weit. Es war pechschwarz, wolkenlos und dann ZACK ging es los. Anfang noch beschaulich, dennoch waren alle hin und weg! Leider sind die Lichter oftmals zu schwach um von meiner Kamera in der Dunkelheit wahrgenommen zu werden, aber dennoch gelang es mir einige Bilder zu machen, teilweise sind auch Bilder von Bertrand dabei, da seine Kamera besser für Nachtfotos ist.
Die Polarlichter waren die ganze Nacht in grünem Farbton am Himmel zu sehen. Sie erschienen urplötzlich, flackerten stärker und verschwanden ebenso rasch wie sie gekommen waren, ein ständiges kommen und gehen. Daher kann man auch nicht sagen wie viele Einzelereignisse es nun waren, da ständig was am Himmel an verschiedenen Positionen zu sehen war. Mal waren sie nur am Horizont zu sehen, manchmal trauten sie sich weiter vor und öfters kam es auch vor, das sie direkt über uns zu leuchten begangen! Nachdem alle durchgefroren zwischen 0 und 1 uhr nachhause gingen, ging auch ich. Allerdings bedeutete das nicht das Ende der Fahnenstange, zum Glück!!!
Ich war ohnehin schon schwer beeindruckt und konnte mein Glück kaum fassen, aber als ich die Bilder im Facebook hochgeladen habe, hörte ich wie plötzlich jemand draussen laut jubelte, gegen 2 uhr. Dann blickte ich raus aus dem Fenster und sah einen RIESIGEN Polarlichtstreifen direkt über mir! Sofort schnappte ich meine Jacke, Kamera und Mütze und rannte raus und machte Fotos vor meinem Haus und ging nochmal zum See, da die Polarlichter nun anscheinend einiges stärker wurden. Am See traf ich auch einige Polen die seit August hier sind und nun ein Feuerchen am See machten. Ich versuchte noch ein paar Schnappschüsse aber so richtig fett aufleuchten wollte es nicht mehr. Also ging ich um 2.50 wieder zurück. Kaum zuhause angekommen um die neuen Fotos hochzuladen, blickte ich zufällig aus dem Fenster während ich am PC saß und sah wie ein riesiger dicker grüner Streifen übers Haus zog, noch größer als der vorherige. Und wieder ging es raus. Und dann geschah es!!! Direkt über dem Haus bildete sich in extrem schneller Zeit (vllt 3-4 Sekunden) ein RIESIGER KREIS aus Grün-Blauem Licht!! RIESIG und EXTREM KRÄFTIG LEUCHTEND! Stärker als alles zuvor gesehene! Es bewegte sich auf der Stelle und flimmerte auf und ab. EXTREM GENIAL!! Ich bezweifel das es noch besser geht! Vor lauter Freude fing ich an laut zu jubeln und zu schreien, aber verständlich bei dem was ich sah! Auf den Fotos ist das blau leider nicht mehr zu erkennen, da ich eine Zeit gebraucht habe um die Kamera ohne jegliche Bewegung zum Stillstand zu bringen um dann ohne Wackler ein schönes Bild zu machen. Ebenso war es nicht möglich den gesamten Ring zu fotographieren, da er einfach ZU RIESIG war. Manchmal bewegten sich die Polarlichter nicht, zumindest nicht sichtbar für das menschliche Auge, aber manchmal bewegte es sich extrem schnell, so dass man wunderbar mit Bewegungen sehen konnte. Leider gibt es keinen Film von den Polarlichtern, da es in der Nacht einfach zu schwarz war und man nicht außer schwarz sieht.
Der Hase hat ebenfalls versucht auf ein Bild mit dem Polarlicht zu kommen aber man sieht leider bei einem Bild nur am rechten oberen Rand das etwas grün schimmert. Da war das Polarlicht zu schnell. Manchmal erschien es für 5 Sekunden, manchmal für 10 und teilweise bis über eine Minute.
Die Polarlichter waren bis ca. 3.40 uhr zu sehen, denn dann brach die Dämmerung heran und es began hell zu werden. Dadurch verschwand die schwarze Nacht und ich ging wieder in Haus. Nachdem ich nun den Eintrag hier geschrieben habe dusche ich noch schnell und husche ins Bett. So endet mein Tag um 5uhr morgens. Nun ist es 4:48, draußen wirds hell, man kann schon viel sehen. Gute Nacht!



Dieses Bild wurde aus meinem Fenster gemacht:

Freitag, 9. April 2010

Jäger des seltenen Himmelsfeuers und der SWR3 Elch

Erstmal muss gesagt werden: ICH KAM IM RADIOOOOOOOOOO!
genauer gesagt vorhin um 18:32 bei SWR3!
Der Moderator erzählte eine Geschichte, dass er und sein Kollege heute aus dem Süßigkeitenautomat etwas leckeres rausholen wollten aber den falschen Knopf drückten und anstatt eines Schokoriegels, der den selben Namen eines Planeten unseres Sonnensystem trägt, eine Dose Jägerwurst bekamen. Dann versteckten sie die Dose im Studio und der Hörer der am schnellsten die Dose per Studiowebcam findet, bekommt sie zugeschickt. Da viele zur selben Zeit die Dose gefunden haben, rief er "denjenigen an, der am weitesten Weg wohnt. Und das ist...OHA, SCHWEDEN! Jetzt rufen wir mal den Sascha aus Nordschweden an". Und ZACK war ich LIVE im Radio :-)
Nun bekomme ich in den nächsten Tagen die Dose Jägerwurst sowie einen SWR3 Elch zugeschickt. Leider habe ich keinen Mitschnitt vom Interview, da es Live war und nicht aufgezeichnet wurde. Innerhalb von 6 Monaten nun zum 4. mal bei SWR3. Langsam wirds heftig. Nun wieder zum Alltag.

Ostern gut überstanden. Frühling nähert sich Nordschweden. Schnee noch vorhanden aber Asphalt ist frei vom kristallenem Niederschlag. Viel gelesen die Woche, bin jetzt gebildet.

Die Aufreger der Woche waren eher zum einen der 0:3 Rückstand am Mittwoch - mit Happy End - und zum anderen die verdammten Wolken!
Denn von Montag bis Mittwoch knallte die Sonne nur so ihre Sonennwinde raus und es gab ständig Polarlichter am Himmel. Natürlich nicht in Umea, denn wir hatten dicke dicke Wolkendecken, die uns vor dem Schauspiel schützten. Und das obwohl ich immer fein aufgegessen habe. Damit ist die Redewendung widerlegt, es gebe schlecht Wetter wenn ich nicht aufessen. Dieser "Polarlichtsturm" war derart heftig, dass man selbst in KIEL(!) sie hätte sehen können! Normal beträgt die Stärke der Polarlichtaktivität 0-3. Bei 3 würde man sie gerade so in Umea sehen. Kommt also auch nicht so oft vor. Montag und Dienstag war die Stärke aber durchgehend bei 5, teilweise sogar bei 7! Sowas gabs schon seit Jahren nicht mehr! Und ausgerechnet dann zieht sich der Himmel wieder zu und zeigt uns seinen Mittelfinger. Kacke! Ich war echt enttäuscht.

Sonntag, 4. April 2010

Das letzte Viertel hat begonnen

Noch 9 Wochen, dann heißt es fürs erste wieder "Hallo Deutschland!". Dank der Zeitumstellung wirds auch hier nun erst nach 20uhr dunkel und die tage länger, Tendenz steigend. Samstag in zwei Wochen geht die Sonne bereits um 4.59 auf...aber ich hab ja zum glück meine Schlafmaske hier und daher sehe ich der Helligkeit gelassen entgegen. Die Temperaturen sind nun auch langsam frühlingshaft, zwischen 8 und -3°. Der Schnee schmilzt (ist aber noch ausreichend vorhanden und wird mich wohl noch bis in den Mai hinein begleiten), die rund 3000-5000 Bären in Schweden erwachen aus ihrem Winterschlaf und jedes Wochenende das gleiche Bild vor meinem Haus: Ein paar Schweden sitzen in Gartenstühlen vor der Haustüre, lassen sich von der Sonne blenden und trinken ein Bier nach dem anderen. Und das den ganzen Nachmittag.
Ich war dagegen wieder sehr sportlich unterwegs die Woche. Am Mittwoch spielte ich gegen den Österreicher Rainer, der in meinem Soziologieseminar nehmen mir sitzt, Badminton. Freitag dann 3(!) Stunden Badminton gegen Rainer und seinen Österreichischen Kollegen Daniel. Da beide ein wenig schlechter sind als ich spielten wir auch mal 2 gegen 1, Deutschland gewann das Duell mit 2:1. Und heute der Höhepunkt: Wir spielten im IKSU 2 Stunden lang Powerfussball, Deutschland gegen Frankreich - leider mussten wir uns mit 18:17 geschlagen geben.
Dienstag und Mittwochabend war ich jeweils mit Michael und Simon(seinem Kollegen) Fussball auf Leinwand im Studentenpub schauen. Dies wird wohl auch diese Woche wieder wiederholt.
Am Donnerstag war ich bei Christiane zum Eier bemalen eingeladen. Nicht meine Stärke und auch meine Begeisterung für Osterkrams hält sich in Grenzen, dennoch konnte ich mich aufraffen ein Ei zu gestalten, dafür aber eine farblose Darstellung der Welt.
Freitag war mal n ruhiger Abend angesagt. Daher bin ich abends um 22.30 noch einkaufen gegangen - zum Karfreitag. Aber die Läden haben hier teilweise ganz normal offen, auch an Ostersonntag und Ostermontag, wie man auf dem Bild unten erkennen kann, von 9-23uhr. Samstag haben wir dann bei Christiane noch n Film geguckt.

Zum Ärger aller war es die letzten 2 Tage theoretisch möglich Polarlichter in Umea zu sehen - wären nicht die Wolken und der Nebel abends gewesen. Kacke!

Samstag, 27. März 2010

Osterhase unerwünscht

Die Tage vergehen derzeit wie im Fluge, daher melde ich mich erst jetzt wieder. Letzte Woche Freitag nahmen Jule, Bertrand, Thierry, Coralie und ich am "Snow War Tournament" teil, einem Schneeball-Wettkampf auf dem Universitätscampus, bei dem man entweder die gegnerische Flagge einnehmen oder alle gegnerischen Spieler mit einem Schneeball abwerfen muss. Da wir alle nicht viel Erfahrung in diesem Spiel besaßen, konzentrierten wir uns auf das Outfit. Denn angeblich sollte es auch einen Preis für das originellste Team geben. Und so nannten wir uns übersetzt das "Abfall-Team" und gingen mit schwarzen Müllsäcken und aufgeklebten Müllresten in den Kampf. Trotz ausgefeilten Taktiken schieden wir leider gegen den späteren Finalisten 1:2 in der 1. Runde raus. Auch den Trostpreis für das best gekleidetste Team konnten wir nicht gewinnen. Den gab es dann irgendwie auch nicht. Nachdem wir uns schon während des Spiels unfair behandelt fühlten, wittere ich nun den Verdacht, dass sie dem einzigen ausländischen Team keinen Sieg gönnen wollen. PFF!
Aber immerhin winkt die nächste Veröffentlichung! Denn vor unserem Spiel wurden Jule und ich von einem Reporterteam der Uni-Zeitung interviewt und es wurden ein paar Fotos von uns gemacht. Mehr dazu in den nächsten 2 Wochen, wenn die neue Ausgabe der Zeitschrift rauskommt.
Samstag Abend veranstalteten wir dann ein American Dinner, bei dem wir Burger und Pommes verschlungen. Sonntag wieder fleißig Sport gemacht. Ebenso schwitzte ich dann am Dienstag im Badmintonmatch gegen Paul. 4:1 für das Baguette, aber immerhin wieder einen Satz gewonnen. Daheim höre ich von Temperaturen um die 20 Grad, aber vom Frühling ist hier oben noch lange nichts zu sehen. In den letzten 10 Tagen kamen wieder rund 20 cm Neuschnee hinzu. Folglich sind Straßen, Gehwege und Bäume wieder weiss geschmückt. Keine Chance für den Osterhasen hier nächste Woche irgendwo auch nur die geringste Kleinigkeit zu verstecken. Am Donnerstag begann mein neuer Kurs. 26 Leute - 15 Nationen - kein Schwede. Geldtechnisch bin ich zur Zeit ein wenig klamm, da ich mit Jule Lebensmittel für 150 Euro eingekauft habe und die nächsten 4 Wochen sogut wie nicht mehr aus dem Haus muss um einzukaufen. Auch für trockene Kehle ist gesorgt. Mit über 60 Litern Getränken brauch ich die glatten Straßen im April auch nicht fürchten.


Donnerstag, 18. März 2010

48 Pfoten, eine Horde Rentiere und ein paar Elche

Am Dienstag haben Jule und ich uns eine Hundeschlittentour gegönnt! Mit einem Toyota IQ, der so groß wie ein Smart ist, sind wir dann ins 60km nördlich gelegene Robertsfors gefahren um dort für rund 2 Stunden bei feinem Sonnenschein mit zwei Hundeschlitten durch die verschneite Winterlandschaft Nordschwedens zu fahren. Der Hundebesitzer hatte zwei ganz knuddelige und kuschelige Welpen die erst 3 Monate alt waren! Echt toll! Nachdem wir dann warme Skiklamotten bekommen haben fuhren wir raus zu den wartenden Hunden. Einer von uns konnte auf einem eigenen Schlitten fahren, der mit 4 Hunden bespannt war, der andere lag im Schlitten des Tourguides, der von 8 Vierbeinern gezogen wurde. Die Fahrt war nicht sooo schnell wie ich es erwartet habe, aber da das lenken auch gar nicht so einfach ist wie es aussieht, war es auch gut so. Jule durfte anfangen alleine den 4er Schlitten zu bedienen und flog nach 10 Minuten auch hin :-). Mich ereilte dieses Schicksal glücklicherweise nicht, auch wenn ich ein paar mal kurz davor stand. Auf der Heimfahrt konnte ich sogar einen großen Elch am Fahrbahnrand sehen, der die Nase in die Sonne streckte.
Gestern stand eine Exkursion mit meinem Geo-Kurs an und Jule kam einfach mit. Wir fuhren ins 60 Minuten nordwestlich gelegene Vindeln um uns dann vor Ort die Probleme und Gedankenspiele der kleinen Gemeinden anzuhören, die hier oben im Norden stark mit ihrer Existenz und ihrer Finanzen kämpfen müssen. Die Gemeinden hier haben oftmals nur 2 Einwohner / km² und dementsprechend schwierig ist es, Schulen, öffentlichen Verkehr, (Lebensmittel-)Geschäfte etc. für alle im näheren Umkreis einzurichten. Danach gabs erstmal ne Pause mit in einem kleinen Gemeindehaus mit leckeren Sandwiches (mit Elchfleisch!) und Kaba. Und alles umsonst, von der Uni bezahlt. Unvorstellbar in Deutschland. Pro Person hätte es sicher um die 10€ gekostet, und das bei rund 40 Teilnehmern...
Auf der Fahrt konnten wir sogar noch ein paar große Elche im Wald sehen, wie sie gemütlich umher spazierten. Zum Abschluss der Exkursion fuhren wir noch zu einem Hundeschlitten-Anbieter der uns ein wenig was über seinen Betrieb und die Probleme mit der Natur und der Försterei erzählte. Dann stand die tierreiche Rückfahrt an. Zuerst sahen wir einen großen Elch zu unserer Rechten, der allerdings von sogut wie keinem Teilnehmer (außer mir, Jule und der Sitzbank hinter uns) wahrgenommen wurde und direkt danach 3 kleinere Elche zur linken. Der Busfahrer sah diese und bremste sofort und legte den Rückwärtsgang ein, so das alle schöne Fotos von den Elchen machen konnten :-).
Dann ging die Fahrt weiter und wir stießen auf eine kleine Rentierherde, die die Straße blockierte. Rentiere sind im Vergleich zu Elchen nicht Menschenscheu und daher auch oft als "dumm und blöde" angesehen, da sie sich einfach auf die Straßen liegen um zu schlafen (besonders Nachts) oder tagsüber drauf rum trotten und das Streusalz auflecken. Wenn man sie anhupt gehen sie aber auch mal zur Seite, aber schööön langsam. Nachdem jeder tausende Fotos und Videos von den Tieren gemacht hat, ging es dann geradewegs heimwärts.

Montag, 15. März 2010

Der Frühling lässt den Asphalt atmen

Letzte Woche Montag: 8°C und Regen --> der Schnee schmolz drastisch und die Eisplatten die den Boden bedeckten sind aufgebrochen und wurden am Dienstag vom Bagger weggeschoben. Dadurch ist nun seit knappen 3 Monaten der Asphalt zu sehen. Die temperaturen gingen wieder ein wenig runter, pendeln aber immer noch zwischen warmen 2 und -13 Grad. Aber vom vielen Schnee ist nicht mehr so viel zu sehen wie noch vor 10 Tagen. Am Donnerstag kam Jule und wir haben bisher ein recht volles Programm gehabt. Freitag sind wir vormittags zur Uni gelaufen und haben uns kurz die Sami-Ausstellung angeguckt die letzte Woche in der Uni war. Dabei konnte man ein paar Rentiere streicheln und auf einem vom Rentier gezogenen Schlitten rumfahren, was allerdings nich so der Adrenalinkick war. Abend war dann noch 2 Stunden Badminton mit Bertrand, Paul Thierry und Coralie angesagt. Samstag abend hatten wir rund 20 Gäste bei uns im Korridor, da Bertrant und ich einen "International Dinner" veranstaltet haben, bei dem jeder etwas leckeres aus seinem Heimatland mitbringen sollte. Wir machten Spätzle, Weißwürste und Bratwürste. Typisch Deutsch eben. Achja und mittags waren wir im IKSU sport machen.
Sonntag mittag dann wieder IKSU und abends zusammen mit Bertrant Coralie und Thierry zu abend gegessen.

Die tage gibts wieder mehr zu lesen, jetzt erstmal Mittagessen!

Samstag, 6. März 2010

Frühling lässt sein blaues Band...

Es freut mich zu sehen, dass auch in der Heimat die Temperaturen in den Keller gehen. Naja zumindest ins negative. Fein! Hier kletterte das Termometer gestern erstmals seit Anfang Dezember in positive Werte, was glaube ich aber auch daran lag das die Sonne auf den Sensor schien. Nichts desto trotz freuen sich hier alle das es laaangsam wieder wärmer wird. Am Montag soll es dann erstmals offiziell positive Temperaturwerte geben! Aber Schnee liegt hier noch genügend und wird sicher noch bis in den späten April liegen bleiben. Die Sonne zeigt sich nahezu jeden Tag für viele viele Stunden und es sind kaum Wolken am Himmel. Die letzten beiden Tage waren sogar komplett Wolkenlos. Daher hatte die Baguette-Franktion sowie Rui und ich die idee am Donnerstag abend am See ein spontanes BBQ zu veranstalten um die vorhergesagten Nordlichter zu beobachten. Zwischen Donnerstag morgen und heute abend gab es nur 4 Stunden lang Wolken. Und natürlich genau dann, wenn wir am See waren. Folge: Keine kräftigen Polarlichter für uns :-(.
Allerdings sahen wir 4x Polarlichter, total in weiß gekleidet und sehr wolkenähnlich aussehend. Aber durch die Form und die Bewegung konnten wir die schon von Wolken unterscheiden. Wie gesagt, keine kräftigen Farben und folglich auch kein Foto davon. Ich hab zwar versucht welche zu machen aber man sieht nur schwarz. Daher ist die Freude über die ersten live gesehenen Polarlichter in Umea nicht überschwänglich. Aber wir haben das beste draus gemacht und hatten ne Menge Spaß! Der 37-jährige Dr. der Biomechanik Rui zeigte uns dann wie man von verschiedenen Höhen aus in den Schnee springt. Er freut sich dabei immer wie ein kleines Kind wenn er aus mehreren Metern in den tiefen Schnee springen kann. Nachdem er letzte Woche von einem Hausdach sprang, will er diese Woche mal aus unserer Küche rausspringen...na wenn er meint.

Achja! Dadurch das die Sonne den ganzen Tag auf mein Zimmer scheint hat sich ein rutschieger Wasserfilm unter dem Eis-Schnee-Gemisch auf meinem Fenstersims gebildet und so krachte gestern mit voller Wucht die gesamte Masse runter. Ich hatte mich sehr erschrocken, da dies auch bei den umliegenden Fenstern der Fall war und man ständig das brechende Eis knirschen hörte. Durch die dicke Eismasse wogen jeder Eisblock sicherlich über 20kg. Folglich knallte es mehrmals ordentlich wenn von oben was runter kam.

Gestern Abend spielte ich mit Paul, Thierry, Bertrand, Margarida und Coralie 2 Stunden lang Badminton. Ich konnte meine Spiele gegen Thierry und Bertrand recht deutlich gewinnen, allerdings musste ich feststellen das Caralie wohl noch besser als paul ist. Sie spielte in Frankreich in einer Art "2. Bundesliga". Habe das System dort nicht ganz verstanden aber irgendwie sind alle Spieler in 5 Klassen eingeteilt von A bis E und sie spielt in der 2. höchsten, der B-Klasse. Tut weh von einer Frau im Sport geschlagen zu werden. Und dann auch noch so demontiert... Total ausgepowert haben wir alle danach noch in unserer Küche gegessen und einen Film angeguckt, so endete der Tag für mich gestern um kurz nach halb vier.

Total verrückt: Ich bin gestern mal zum See gelaufen um ein paar Fotos zu machen. Auf dem Rückweg liefen mir zwei junge Damen entgegen die irgendwas im Arm hielten. Bei genauem Hingucken handelte es sich zum zwei Hasen! Kurze Zeit später sah ich wie beide Mümmler im tiefen Schnee rumhüpften und man nur noch die Ohren sah! Total verrückt seine Hasen bei der Witterung draussen rumzutragen und in den Schnee zu befördern. Aber hier scheint sowas normal zu sein! In Deutschland kommt bei sowas der Psychater. Man beachte die großen Augen des rechten Kanninchens...der guckt a weng als wäre ihm kalt :-)
Als ich das am Abend der Franzosenfraktion erzählte fanden die es auch bizarr und haben mir ein Video vom August gegeben, ebenfalls am See aufgenommen. Die Olympischen Hasenspiele von Umea. VERRÜCKT!

Der See sowie der Fluss sind immer noch unter einer tiefen Eisdecke versteckt, folglich kann man noch über beide rüberlaufen um die andere Uferseite zu erreichen.