Dienstag, 22. September 2009

Die Wildnis ruft!

Am Wochenende gingen Daniel Eva und ich früh raus um den Tavelsjöleden zu bewandern, ein rund 40km langer Wanderweg der an vielen kleinen und großen aber vorallem schönen Seen vorbeiführt. Damit wir möglichst viel von der Natur sehen began der Samstag um 7uhr an der Bushaltestelle von wo aus wir kostenlos ein paar Kilometer landeinwärts fuhren. Normal hätte die Fahrt rund 3 Euro gekostet, aber da man die Bustickets nur mit Kreditkarte oder Handy bezahlen kann und der Busfahrer noch neu war und mit der Technik nicht so zurecht kam, fuhren wir umsonst ;-). Die Säulen der Gesellschaft in Schweden basieren nur auf diesen beiden technischen Erfindungen, ohen diese geht hier oben garnichts. Als wir dann nach 20 minuten Fahrt an einem kleinen Ort namens Hissjön ausstiegen suchten wir den Wanderweg der uns durch die Natur führen sollte. Nach 2 Stunden Sucherrei gaben wir auf und liefen auf der Landstraße lang, bis sich der Wanderweg irgendwann mal kreuzen sollte. Nach guten 2 1/2 Stunden kam er dann auch tatsächlich! Wie sich rausstellte, haben die uns vom Touristenbüro eine alte Wanderkarte mitgegeben und es nun einen neuen Wanderweg gibt. Kein wunder das wir ewig und vergebens vorher suchten. Aber dann gings richtig los! Über Stock und Stein mitten durch die Wildnis, vorbei an den erwähnten Seen und der Einsamkeit des Nordens, weg von der Zivilisation. Gegen 16uhr fanden wir eine kleine Hütte direkt an einem See gelegen, mit Feuerstelle und einer idylischen Landschaft. Hier sollten wir uns niederlassen und die Nacht verbringen! Wir sammelten dann viel Feuerholz, speziell Daniel zeigte dabei seine Forstwirtschaftlichen Qualitäten und sammelte wie ein Verrückter! So machten wir ein Feuer in der Feuerstelle die sich in der Mitte der kleinen Hütte befand und heizten uns den ganzen Abend mit ordentlich Feuer ein und grillten diverse Würstchen und Brötchen. Das einheizen war auch wichtig, da die Hütte nur drei Wände hatte und zu einer seite offen war. Am Abend hörte man dann auch noch ein paar Schüsse im Wald, die wohl einem Elch galten der nun bereits in irgendeiner Tiefkühltruhe lagert und gekauft werden kann, denn gerade ist Jagtzeit für Elche. Während dem Grillen erzählte mir Daniel als Geographiedozent in Würzburg viele lustige Geschichten über seine Kollegen und erfreute Eva und mich mit ulkigen Geschichten aus seinem Leben. Da wir alle nicht so viel Getränke mitgenommen haben, machten wir uns noch mit Seewasser und mitgebrachten Teebeuteln Tee. Gegen halb zwölf ließen wir das Feuer langsam ausbrennen und verkrochen uns in die Schlafsäcke. Die Nächte sind in hier im hohen Norden mittlerweile sehr kalt und gehen auf 3 bis 4 Grad runter. Nach einer mehr oder weniger unbequemen Nacht machten wir morgens wieder ein Feuerchen und grillten zum Frühstück die restlichen Würste. Danach liefen wir weitere fünf stunden durch die Natur bis zur Endhaltestelle unserer Wandertour wo wir dann auf den Bus Richtung Umea warteten. Es war ein anstrengendes, aber super lustiges Wochenende mit den beiden das sich wirklich gelohnt hat!



Hier ein Video von der Wanderung

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