Freitag, 29. Januar 2010

Ein paar Bilder

Viel passiert ist seit Mittwoch nicht. Aber ich dachte ich lad einfach mal ein paar Fotos hoch wie es aktuell hier aussieht.

Sein Fahrrad zu finden klappt nicht immer


Auf dem Weg zur Uni/IKSU, teilweise 4-Meter hoher Schnee


Vor meiner Haustüre, wenn nicht geräumt ist wird die Hose schnell nass


Schnee vor dem Fenster im Erdgeschoss


Aufgenommen am Freitag 29. Januar, 12:13 mittags

Mittwoch, 27. Januar 2010

Schneesturm - Schnee liegt bis zum Fenster

Die letzten Tage waren weniger ereignisreich für mich, denn ich blieb das gesamte Wochenende daheim, da meine Blase an der Achillesferse, die ich mir beim Langlaufski zugezogen hatte, noch immer sehr präsent war und irgendwie immer dicke wurde. Selbst das Schuhe anziehen ging nicht und so verweilte ich das Wochenende bei mir in warmen Zimmer und fand Unterhaltung mit der Handball-EM (unter anderem Deutschland-Schweden) sowie Thomas Gottschalk und dem darauffolgenden Sportstudio am Samstag Abend. Heute vormittag wollte ich eigentlich nochmal größer einkaufen, so dass ich bis Mitte Februar nicht mehr zum großen Supermarkt fahren muss, aber als mir Bertrand gestern in der Küche sagte das die tage heftige Schneestürme kommen sollen, schaute ich mir die Vorhersagen mal selber an. Und die sahen/sehen nicht so rosig aus. Viel viel Schnee mit kräftigem Wind. Also beschloss ich gestern Abend noch "geschwind" (was meist rund 2 Stunden dauert mit Hin- und Rückweg) zum ICA Maxi zu fahren um noch alles einzukaufen bevor es ungemütlich wird. Aber schon auf der Hinfahrt mit dem Rad kündigte sich an das morgen was größeres kommen könnte. Zeitweise ziemlich böser Wind mit kleinen Schneekügelchen...nicht so angenehm. Aber wie dem auch sei, ich habs noch gut geschafft einkaufen zu gehen. Ich fand sogar ein Schwedentrikot für gerade mal 3 Euro (stark runtergesetzt)!

Heute morgen dann zum Glück keine Uni gehabt denn es gibt ne Menge Neuschnee und es bläst ein sehr kräftiger Wind. Die Schneeflocken sind auch keine Flocken sondern kleine harte Kügelchen, die es noch unangenehmer machen draußen rumzulaufen. Da die Außenwände aus Ziegelsteinen bestehen, konnte man an ihnen recht gut verfolgen wie viel Neuschnee und vorallem in wie kurzer Zeit dazu kamen. So reicht im Erdgeschoss der Schnee nun bis zum Fenster, die meisten Sträucher vor meinem Fenster sind unter dem Schnee verschwunden. Leider muss ich jetzt aber auch gleich zur Uni denn ich habe einen Kurs von 18 bis 20uhr. Und leider stürmt es noch immer. Ich hab eben versucht ein Foto vom "Schnee der bis zum Fenster ragt" zu machen, aber man erkennt auf dem Foto nicht viel da es zu stark schneit.
Die videos sehen relativ harmlos aus, aber das liegt auch daran dass die Fenster super isoliert sind und man kein einziges Geräusch dass von Außen kommt wahrnimmt. Ist man erstmal draussen pfeift einem der Wind sehr heftig um die Ohren.

Achja morgen "buche" ich zusammen mit Martin Susi und Katjana einen Eintagestrip nach Jokkmokk, einer Stadt am Polarkreis, die dort an meinem Geburtstag einen großen Sami-Markt haben. Die Busfahrt geht morgens um 4uhr von Umea los und ich komme irgendwann abends wieder heim. Folglich werde ich meinen Geburtstag nicht großartig zuhause sein, außer am späten Abend dann. Der Ausflug kostet mich umgerechnet knapp 50 Euro, inklusive frühstück vor Ort. Da meine finanziellen Mittel sehr beschränkt sind ist dies also eine der wenigen Möglichkeiten was vom Land zu sehen, ohne jetzt für ein paar tage hier und da mal dreistellige Summen auszugeben.

Freitag, 22. Januar 2010

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier...

Diese Woche war eine durchmischte Woche. Am Montag Abend machten wir zum Abschied für Christoph nochmal selbst gemachte Pizza. Christoph verließ uns nämlich am Dienstag morgen Richtung Würzburg und wird auch nicht mehr wieder kommen, denn er blieb wie geplant nur ein Semester in Umea. Danach ging ich noch zu Katjana um Christoph beim Packen zuzusehen und mich von ihm zu verabschieden. Er wohnte seit Freitag bei Katjana, da er seine Wohnung bereits am Freitag (wie auch die anderen Ein-Semester-Bleiber) räumen musste. Unglaublich wie wenig Christoph eigentlich nach Umea mitgenommen hat. Sein Koffer war halb so groß wie meiner und beinhaltete sogar eine Decke und ein Kissen! Beim wehmütigen Abschied meines besten Freundes hier in Umea kaufte ich ihm noch sein Fahrrad ab welches ich zukünftig nutzen werde, da der lila König schon langsam alt wird und ich ihn auf die letzten Tage noch günstig an Neuankömmlinge verkaufen kann. Am Dienstag startete das Buddyprogramm der Uni für alle Austauschstudenten und wie es der Zufall will, bin ich mit Christiane, Katjana und meinem französischen Mitbewohner Bertrand in einer Gruppe. Diesmal scheint die Gruppe einiges besser zu sein als im letzten Semester. Alle 13 Gruppen gingen gemeinsam in einen Pub im Alidhem um sich dort besser kennen zulernen. Gestern stand dann die Verabschiedungen Nummer zwei, drei und vier an. Bei Katjana machten wir Tacos und verabschiedeten uns von Rafael, der heute zusammen mit Christiane Heim flog (sie kommt zum Glück aber am 31. Januar wieder) sowie von Martina und Elisa, die noch 8 Tage Zwischenstation in Göteborg, Oslo und Kopenhagen machen werden ehe sie Zuhause ankommen werden.
Damit verloren wir in dieser Woche vier super Freunde. Es waren auch die letzten Goodbyes für die nächste Zeit. Der nächste der heimreist bin wohl Ich (Anfang Juni?).
Damit verkleinert sich unser engster Freundeskreis enorm. Aber viel Zeit bleibt für die Gesellschaft in den nächsten Wochen eh nicht so, wo wir beim nächsten Thema sind.
Am Montag begann für mich die Uni wieder. Und zwar mit vollem Tempo. Ich sitze in meinem Kurs mit einer weiteren deutschen Studentin zusammen unter 28 Schweden. Gott sei dank ist der Kurs auf Englisch. Aber ein wenig komisch ist es schon, denn letztes Semester war ich nur unter Austauschstudenten und jetzt bin ich recht auffällig durch meinen "normalen" Kleidungsstil zu erkennen, das ich kein Einheimischer bin. Die Schweden kleiden sich ja alle total verrückt und haben immer diese Riesenbrillen im Gesicht. Furchtbar! Hoffentlich geht dieser Trend an Deutschland vorbei! Wie dem auch sei, der Kurs verlangt sehr viel von einem. Klausuren werden nicht geschrieben, dafür muss man jede Woche viel lesen und dazu einen bericht schreiben welchen man Freitags immer vorstellt. Jede Woche. Und man bekommt erst am montag oder Dienstag gesagt was zu tun ist. Man kommt folglich aus der Uni und sitzt dran das Zeuch zu lesen und sich dazu was auszudenken was man dann niederschreibt und dann am Ende 10 Minuten vorträgt. Aber die Art des Berichtes den man schreiben soll, ist mir recht fremd, da man das bei uns in Würzburg NIE macht. Folglich tut man sich auch ein wenig schwer. Und jede Woche wird der bericht und die Präsentation bewertet. Erzielt man nicht die mindestens die Hälfte der benötigten Punkte, muss man es nochmal machen, während man ja bereits für den nächsten Bericht fleißig am arbeiten ist.
Zum Glück muss ich den Kurs nicht "erfolgreich bestehen", da er mir in Würzburg eh nicht angerechnet wird. Trotzdem will man ja nicht ganz unbeteiligt am Kurs teilnehmen. Der Lila König ist seit Mittwoch auch Geschichte. Ich verkaufte ihn für umgerechnet 30 Euro an eine deutsche Studentin weiter. Wie ich ein paar Stunden später erfuhr, wurde er ihr am selben Abend noch an der Uni geklaut. Ironie des Schicksals...der lila König gehorcht halt nur einem, und zwar mir! Ich bin zumindest mit Christophs Fahrrad recht zufrieden :-)
Gestern vormittag stand noch eine Badmintonpartie mit dem Franzosen Paul auf dem Programm, bei dem ich meinen neuen 130 Euro badmintonschläger (ich bekam ihn beim Ausverkauf für 40 Euro) gleich mal ausprobieren konnte. Und siehe da...Paul kam sehr ins Schwitzen! Beim Stand von 19:19 entschied er allerdings die folgenden beiden Ballwechsel für sich und gewann somit den ersten Satz 21:19. Dennoch ein riesen Achtungserfolg für mich. Den zweiten und dritten Satz gewann er deutlicher, aber die aufsteigende Formkurve ist klar erkennbar.

Zum Schluss noch was SUPER GEILES!
Gestern beim Einkaufen sah ich eine Neuheit im Müsliregal! Choco Pops Crunchies ! An für sich nichts weltbewegendes, doch ich erkannte auf der Verpackung die so heiß geliebten CHOCOS die ich in Deutschland immer zum Frühstück esse! Gleich mal ne Packung gekauft und abends daheim probiert. Und es sind DIE CHOCOS! Herrlich! jetzt macht Frühstücken wieder Spaß! Ich kaufe mir die tage gleich ne 2 Monats-Ration, bevor die diesen Artikel noch aus dem Sortiment ziehen! Man weiß ja nie...vielleicht machen sie ja sowas. Auf jedenfall ne tolle Sache dass es diese Dinger hier nun gibt!
Und noch eine lustige Randbemerkung: In der Cafeteria bei mir in der Uni entdeckten wir letzte Woche Bionade, das kleine vollkommen biologisch hergestellte Kultgetränk aus Unterfranken...Hauptsächlich nur in Süddeutschland und Großstädten bekannt, hat es nun auch seinen Weg nach Nordschweden gefunden. Wer weiß...vielleicht entdecke ich im laufe des Semesters noch SEITENBACHER ("Mmhh leckaaaaar, Düüüsis mit Aktischmischung...jääz probierschs hald!")

Langlauf auf dem See

Beim fahren auf den Loipen

Katjana vor der Routenkarte

Glücklicher Sascha mit neuerworbenen Chocos

Bionade in der Cafeteria

Samstag, 16. Januar 2010

Willkommen im langen Winter

Er kündigte sich an, er ist da und er bleibt es auch noch sehr lange. Der Winter in Umea. Seit Mittwoch bin ich wieder in einer der nördlichsten Universitätsstädte der Welt und wurde von -16°C und viel Schnee begrüßt. Allerdings nicht so viel Schnee wie ich erwartet hatte, denn ich hörte von über einem Meter Schnee und kein Durchkommen mehr. Aber wie mir zwei Stunden nach meiner Ankunft berichtet wurde, schmolz in den letzten Tagen doch einiges dahin, denn es war wohl relativ warm mit Temperaturen zwischen -3 und -7 Grad. Und wenn die Sonne mal zu sehen ist, nimmt sie auch ein wenig Schnee mit beim Untergang. Kurz nachdem ich in meiner kleinen Wohnung angekommen bin, ging ich auch schon wieder weg. Denn am Mittwoch hatte Rafi geburtstag und wollte bei kleiner Runde dazu anstoßen. Freitag abend gings dann für einige zum letzten mal zum MAX Burger. Noch einmal lecker ins günstige Fleisch beißen hieß es dann für Cheistoph, Elisa und Martina, die alle nächste Woche Richtung heimat fliegen und Umea den Rücken kehren werden. Traurig traurig. Achja ich hab auch eine neue Mitbewohnerin im Korridor. Farah aus Indien, aber ohne Punkt auf der Stirn. Schade. Ich frag mal nach wo sie den gelassen hat. Auf jedenfall macht sie einen netten Eindruck, auch wenns in der Küche immer mehr nach Curry und sonstigen Gewürzen riecht.
Heute am Samstag ging es dann um 10uhr zum IKSU. Langlaufskier ausleihen! Für umgerechnet 10 Euro pro Person sind nun Rafi, Christiane, Christoph, Katjana, Susi und ich bis Montag stolze Besitzer eines Paares Langlaufskier, Stöcke und den Skischuhen. Damit ging es dann zur rund drei Stündigen Rundfahrt am und AUF den Nydalasee. Bis auf Susi kann damit niemand umgehen und dementsprechend langsam waren wir alle. Allen voran Katjana und ich, da wir mehrmals uns hingelegt haben. Totale Scheiße das Zeug! Macht sicher Spaß, aber wenn man bei jedem 40cm Hügel angst um das Kreuzband haben muss, isses ned so chillig. So fuhren wir in angemessener Geschwindigkeit zum See, ehe wir mitten drüber gefahren sind zur anderen Seite und von dort aus eine 5km vorbereitete Loipe nutzen konnten. Denn rund um den See und Umea gibt es verschieden Lange ausgebaute Loipen die man nutzen kann. Echt cool! Und dabei fährt man fein durch den Wald und es ist echt schön mit anzugucken, diese Schneelandschaft im Norden Europas. Schöne Erfahrung mit dem Langlaufzeug. Allerdings sau anstrengend wenn ein kalter Wind dabei um die Ohren fegt, so mitten auf dem See. Keine Angst, das ding ist gut zugefroren und taut so schnell auch nicht wieder auf. Manche sind dort mit dem Schneemobil oder Motorad rumgefahren. Morgen gehen die anderen wieder fahren, ich werd allerdings daheim bleiben und meine riesen Blase an der rechten Ferse versorgen. Denn meine Schuhe sind wohl ne Nummer zu klein und nun habe ich mich bei der 3 Stunden tour ein wenig mit dem Schuh gequält und nun eine große Blase. Völlig erschöpft kam ich dann zuhause an, konnte aber nicht lange verschnaufen denn ich musste noch zum ICA MAXI fahren und für die nächsten zwei Wochen einkaufen. Also nochmal 40 Minuten Radfahren auf schnee. Das geht relativ gut, habe ja Spikes am Vorderrad und die Straßen sind zwar nicht geräumt, aber dennoch gut platt getrampelt und mit Streusalz bedeckt, so das es ganz gut vorran geht.

Was lässt sich sonst noch sagen? Generell liegt rund ein halber Meter Schnee, an vielen Stellen ist der Schnee echt ziemlich hoch getürmt durch das Räumen der Straßen, auf meinem Fenstersims liegt 21cm Schnee, die Wohnung ist trotzdem warm.
In der Innenstadt liegt KEIN SCHNEE, da dort die Wege beheizt sind! Ebenso sind viele Brücken Schnee- und Eisfrei, da auch diese beheizt sind. Was ein Luxus!

Die Brücke bei mir.


Die Schneefreie Innenstadt:


So siehts bei mir aus:


Das Linial auf dem Fenstersims:


Temperatur am Donnerstag mittag gegen 16uhr:

Dienstag, 15. Dezember 2009

Außer Betrieb

Der Blog ist nun bis Mitte Januar inaktiv.

Verabschiedungen in weiß

Gestern vormittag sind wir in der Uni zum "Aurora" Raum gegangen um diesen mal zu besichtigen. Es ist ein grell weißer Raum in welchem man einen weißen Anzug anziehen muss und alles einfach in weiß gestaltet ist, so das man über die dunklen Monate hier oben sich ein wenig verstrahlen kann um möglichen Depressionen vorzubeugen. Allerdings waren wir von dem Ding sehr enttäuscht, wir haben uns irgendwie mehr vorgestellt...naja.
Am Abend waren wir dann alle bei der Französin Fanny eingeladen, die über mir wohnt. Sie veranstaltete eine kleine Goodbye-Christmas Party um nochmal alle zu sehen und ihnen Tschüss zu sagen. So musste auch ich mich an diesem Abend von vielen lieb gewonnenen Menschen verabschieden mit der großen Sicherheit diese nichtmehr wieder zu sehen. Schon ein wenig traurig alles denn für jeden vergingen die letzten 4 Monate wie im Flug und kaum hat man sich eingelebt muss man das dunkle Nordschweden wieder verlassen. Seit gestern mittag schneit es ununterbrochen, was dazu führt das nun rund 15cm Schnee liegen und alles weiß weiß weiß ist. Was ich garned toll find, da die Rollen an meinem Koffer kaputt sind und ich dieses Scheiß Riesending bis zur Bushaltestelle 20minuten entfernt tragen muss...bei Schnee und Eis...tolle Sache.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Ferien

Letzte Woche Freitag war ich mal bei Christiane und Rafael im Institut um mal zu gucken was die eigentlich so den ganzen Tag im Labor machen. Dort zeigte mir Christiane unter anderem das faszinierende Trockeneis mit -80°C. Sie meinte aus Spaß ich könne ruhig mal son Eisbrocken auf die Hand legen und gucken wies dampft. Und WIE es dampfte...faszinierend wenn man sowas nicht täglich sieht. Doch leider war ich so vertieft in diese Reaktion, dass ich dabei nicht bemerkte wie sich dabei meine Haut an dem Stück Eis verbrannte...aber nach ein paar Stunden schmerz war es dann auch wieder in Ordnung und die Rote stelle war kaum noch zusehen. Kaum zu glauben das man sich an Eis verbrennen kann....Also Kinder, zuhause nicht nachmachen!
Es ist auch unglaublich, wieviel Geld die da für ihre Sachen raushauen. Da werden täglich hunderte Reagenzgläser, Flaschen, sonstige Chemikalien und was weiß ich nicht alles für aus meiner Sicht nahezu sinnlose Versuche aus dem Fenster gehauen.
Am Mittwoch habe ich einige bei mir zum Crepes-Essen eingeladen. Und seit Donnerstag habe ich offiziell Ferien, nachdem ich noch ein Seminar von 8-16uhr hatte. Das nächste mal das ich zur Uni muss wird wahrscheinlich der 18. Januar sein, da dann die Uni wieder offiziell los geht.
Heute mittag gab es dann noch ein letztes mal in diesem Jahr eine gemütliche Runde bei Kaffee und Kuchen im Skogis. Das Wetter: trocken, viel Reif, Temperatur zwischen -2° und -5°, aber nun wirds deutlich kälter. An Heiligabend sollen es -22° werden. Aber so kalt scheint es in der Heimat wohl nicht zu werden. Und ich freue mich schon sehr auf die Sonne! Die lässt sich hier sogut wie garnichtmehr blicken, vllt sieht man sie mal irgendwo hinter wolken und bäumen, aber der höchststand der Sonne ist schon extrem tief. Auf einem Foto sieht man die Sonne, Höchststand um 12:00 mittags.
Ein anderes Bild zeigt wie hell es sonst hier tagsüber maximal ist, da es fast immer bewölkt ist. Die Bilder sind allerdings schon 10 tage alt...mittlerweile ist es halt extremer.



Und dann sah ich noch in der Uni zwei Personen mit einer Ghettoblaster im Vorraum der Bibliothek herumtanzen...aber irgendwie hat es keinen interessiert.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Und es ward dunkel

Am Freitag haben wir bei Rafael Pizza gebacken. Samstag abend haben dann Rafael, Christoph, Katjana, Michael und ich eine 3 stündige Nachtwanderung um den See gemacht. Mit Keksen und Tee bewaffnet spazierten wir dann ab 20uhr in der Kälte, aber da jeder bis auf Michael auch eine lange Unterhose anhatte, war das Geheule nach der Kälte nicht groß (außer bei Micha). Achja...das Wochenende war sehr sehr sportlich bei mir. Freitag nachmittag spielte ich wieder eine Partie Badminton gegen den Franzosen Paul, in der er mich wieder besiegen konnte. Aber ich versuche nun zu trainieren und ihn bis Mai 2010 dann mal zu schlagen. Freitag war ich 4 Stunden Radfahren, da ich bei zwei großen Supermärkten einkaufen war, die beide ewig weit auseinander liegen und Sonntag war ich drei Stunden im IKSU, dem größten Sportzentrum Europas, da mir mein portugiesischer Nachbar Rui seine Mitgliedskarte da gelassen hat um die Sportmöglichkeiten zu nutzen solange er die ganze Woche über in Paris bei einer Konferenz sein wird. Also ging ich auch noch am Dienstag und Donnerstag für jeweils rund 3 stunden ins IKSU. Sonntag abend gabs wie immer Sauna bei mir. Die rest der Woche verlief wie immer recht ruhig. Heute abend waren wir dann noch im MAX Burger essen. Was leider die Tage sehr prägend ist, ist die Dunkelheit. Die Sonne geht gegen 10uhr auf und verschwindet um 13.30 wieder von der Bildfläche. Folglich ist es kurz nach 14uhr dunkel und es wird bis zum 21. Dezember immer heftiger, also sollte man versuchen jeden Sonnenstrahl mitzunehmen jetzt. Die Temperaturen sind noch relativ in ordnung mit +2 bis -7 Grad. Gestern nacht waren es -9°, heute mittag -6°. Aber es geht noch...ich denke im Januar und Februar wirds brutaler werden wenns auf -20 oder mehr runter geht.
Auf einem der Bilder unten seht ihr noch den Alfonso...der deutsche Schäferhund meines Korridornachbarn Patrik. Das Bild ist ein wenig unscharf, da ich aus meiner Tür heraus schnell ein Bild gemacht habe. Der Hund is so riesig das ich und auch andere sich fürchten :D Der ist einfach RIESIG wenn er vor einem steht.
Sonst...es liegt kein Schnee, aber trotzdem ist alles weiss, denn überall klebt Reif. Auf den Bäumen, auf der Straße, auf dem Gras, den Scheiben, Fahrradsatteln etc. Der Reif geht auch tagsüber nicht weg, so das es immer mehr wird irgendwie. Teilweise ist er schon über nen halben Zentimenter hoch und man denkt man läuft im Schnee.

Donnerstag, 26. November 2009

So allerlei

Der samstag in Kiruna war...kurz. Wie jeder Tag zu dieser Zeit in Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens. Immerhin sah ich an diesem Tag mal die Sonne. Sie ging gegen 10uhr auf und...hmm...ging fast an selber stelle gegen 13.30 wieder unter. Schon verwirrend, wenn man in der Schule lernt das sie im Osten aufgeht und im Westen wieder untergeht. Aber das sie dann an fast der gleichen stelle untergeht...der verwirrt einen schon ein wenig. Fotos vom Sonnenauf und -untergang seht ihr unten. Ich habe dazu noch ein Bild reingemacht auf der man auch die aktuelle Uhrzeit am Bahnhof sieht. So als beweiß für den frühen Sonnenuntergang.
Die 7 1/2 stündide Fahrt kam mir dann eeeewig vor, da man die ganze zeit komplett im Dunkeln fährt und man nichts von der Umgebung sieht. Aber ich hatte eigentlich Glück, was die Temperaturen dort anging. Denn dieses Wochenende wird es dort deutlich kälter sein. Die HÖCHSTTEMPERATUR am Sonntag wird -15°C in Kiruna sein, das minimum bei -22°C. Sehr unangenehme Temperaturen die ich mir jetzt noch nicht geben muss, denn sie werden mich wohl im Januar und Februar schon ereilen. Die Nacht von Freitag auf Samstag hatte es dann auch weiterhin geschneit, so das am Samstag morgen wieder viel Neuschnee auf den vereisten Straßen lag. Am Sonntag gab es wie jeden Sonntag eine Sauna bei mir und die übliche Woche verlief recht ruhig. Dienstag abend waren wir im Kino, das Ticket kostet hier stolze 105 Kronen, was ein bisschen mehr als 10 Euro sind. Dies war dann wohl auch mein einziger Kinobesuch hier, bei den unverschämten Preisen. Der Film war wie alle Filme und Serien hier auf englisch, mit schwedischem Untertitel.

Freitag, 20. November 2009

Kiruna ist irgendwie...sau langweilig.

Heute bekam ich die Bestätigung, das Kiruna echt langweilig ist. Ich war den ganzen Tag zu Fuß unterwegs und bin durch die Stadt gelaufen. Unter anderem wollte ich zur winzigen Universität und dem danebenliegenden Raumfahrtzentrum. Allerdings liegen diese sehr ausgelagert von der Stadt und auf dem langen Fussweg dorthin kam ein starker Schneesturm auf, der mich zur Rückkehr zwingte. Nachmittags saß ich dann leicht durchgefroren im Aufenthaltsraum der Jugendherberge und surfte ein wenig im Netz. Da es bereits wieder dunkel und es stark bewölkt war, zwang mich nichts in die freie und kalte Natur. Am frühen Abend gegen 18uhr gab ich mir und Kiruna noch einmal eine Chance auf Polarlichter. Ich spazierte knapp 2 Stunden lang zum und dann um einen kleinen See herum um mich ein wenig von den Lichtern der Stadt zu entfernen und so vielleicht doch noch ein Polarlicht durch die Wolkendecke zu erhaschen. Allerdings waren es wohl doch zu viele Wolken, um mögliche Naturspektakel zu sehen. Allerdings sah ich viele Herren die mit ihren Hunden um den See herum auf Skiern unterwegs waren. Tagsüber sah ich auch wieder viele Menschen die sich in der Stadt auf ihren "Kickern" fortbewegten.
Auf den Bildern sieht man wie wichtig die Kicker sind. Fast jeder besitzt hier einen und diese sind auch wie bei un Fahrräder, an "kicker-Ständer" angekettet. Auf einem anderen Bild sieht man die für Nordschweden typischen Batterie-Standheizungen. Diese gibt es auch in Umea. Man schließt sein Auto mit einem Kabel an diese Strombox an und dann wird das AUto, während es aus ist und rumsteht, geheizt. Sehr wichtig, denn bei teilweise -20 Grad und mehr springt sonst das Fahrzeug nicht mehr an, da es zu geeist ist. Ein weitere Bild zeigt einen Laden der nur Rentier-Produkte anbietet. Generell kann man hier sehr viele Produkte aus Rentierstoffen/hörnern kaufen.