Donnerstag, 19. November 2009
"Sie überqueren gerade den Nordpolarkreis"
Heute um 6:47 verließ mein Zug Umea, mit dem Ziel Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens. Auf der Fahrt überquerten wir den Nordpolarkreis, mitten im nirgendwo, aber der Zugführer sagte auf Englisch, dass wir nun den gleich den Nordpolarkreis überqueren. 7 1/2 Stunden Zugfahrt und 700 km später kam ich dann in der 18.000 Einwohnerstadt an. Die Stadt hat nichts zu bieten und ist so ziemlich am Ende der Welt. Die Hoffnungen auf Nordlichter sind die tage auch sehr gering, da die Sonnenwinde zur Zeit recht schwach sind und es zudem auch noch bewölkt ist hier. Immerhin Schnee liegt hier, was man von Umea nichtmehr sagen kann. Die Woche war es recht warm mit 1-3 Grad plus in Umea und so regnete es und der ganze Schnee ist weg. Aber stört mich nicht groß, so kann man wieder sicherer Fahrrad fahren. Als ich heute Umea verließ, war es noch bis 8uhr stockdunkel, als ich um 14:20 in Kiruna ankam, war es bereits wieder stockdunkel. Morgen wird es dann von 9:20 bis 13:30 hell sein in Kiruna...schlimm schlimm. Bin dann einfach mal paar Stunden durch Kiruna rumgelaufen und mir das Treiben hier angeguckt. Dabei entdeckte ich Eishockeyspielende Kinder die auf einem kleinen See am spielen waren, die Kirche von Kiruna und viele Menschen die sich mit dem sogenannten "Kicker" fortbewegen. Das sind sozusagen kleine unmotorisierte Schneemobile, auf deren Hufen man sich hinten stellt und sich mit einem Bein nach vorne "tritt", ähnlich wie bei einem kleinen Tretroller, nur halt auf Schnee und Eis. Die Orientierung fällt hier auch schwer, da alle Straßenschilder und Straßennamen zugeschneit sind und sich keiner drum kümmert diese wieder sichtbar/lesbar zu machen. Aber so groß ist die Stadt dann auch nicht, um sich hier stundenlang zu verlaufen.




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